Darum gehts
- Dreistelliges Wachstum in Auftragsnominierungen: Rheinmetall verzeichnete im dritten Quartal 2023 eine beeindruckende Steigerung von über 130 % in den Auftragsnominierungen, was auf eine hohe Nachfrage und starke Marktposition hindeutet.
- Über 50 % Kurszuwachs in einem Jahr: Die Rheinmetall Aktie konnte im Januar 2024 einen Kurszuwachs von 15,8 % verzeichnen und bestätigt damit ihre starke Performance mit einer Kursverdopplung im Jahr 2022 und einem Zuwachs von 54 % im Jahr 2023.
- Deutsche Rüstungsindustrie auf Exportrekordkurs: Die deutsche Rüstungsindustrie erreichte 2023 einen neuen Exportrekord mit Genehmigungen im Gesamtwert von rund 12,2 Milliarden Euro.
Rheinmetall Aktie setzt auch in 2024 ihren Höhenflug fort
Rheinmetall AG (WKN: 703000), ein seit dem Jahr 1889 bestehendes Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf, hat sich von einem Munitionsproduzenten für das Deutsche Reich zu einem global agierenden, integrierten Technologiekonzern entwickelt.
Heute steht Rheinmetall als internationaler Konzern mit innovativen Produkten und Dienstleistungen auf dem Verteidigungs- und Zivilmarkt an der Frontlinie technologischer Fortschritte. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit strebt das Unternehmen an, bis 2035 CO2-neutral zu sein und setzt somit auch langfristig auf verantwortungsvolles Wirtschaften.
Das Geschäft von Rheinmetall basiert auf 6 Divisionen.
Fahrzeugsysteme Europa (Vehicle Systems Europe): Diese Division bedient die militärische Seite des Unternehmens mit einem robusten Portfolio an Rad- und Kettenfahrzeugen. Mit Untereinheiten für taktische und logistische Fahrzeuge bietet Rheinmetall kontinuierliche Innovationen in den Bereichen Sensoren, Führungssysteme und Schutztechnologien, um die Effektivität im Einsatz zu maximieren.
Fahrzeugsysteme International (Vehicle Systems International): Indem sie sich auf Schlüsselmärkte wie Australien, die USA und Großbritannien konzentriert, sorgt diese Division für eine maßgeschneiderte Betreuung internationaler Kunden. Mit dem Ziel, globale Anforderungen optimal zu erfüllen, erweitert sie die Reichweite und Anpassungsfähigkeit von Rheinmetall auf dem Weltmarkt.
Waffen und Munition (Weapon and Ammunition): Durch diese Division behauptet sich Rheinmetall als eines der weltweit führenden Unternehmen in der Waffenbranche. Sie umfasst alles von Direkt- und Indirektfeuerwaffen bis hin zu Antriebs- und Schutzsystemen, die sowohl in der Luft als auch zu Wasser und an Land ihre Überlegenheit demonstrieren.
Elektronische Lösungen (Electronic Solutions): Mit einem Schwerpunkt auf Digitalisierung, Vernetzung und Cyber-Sicherheit deckt diese Division die gesamte Bandbreite moderner Kriegsführung ab. Sie complementiert militärische Kapazitäten mit Simulationssoftware, Cyber-Schutzmaßnahmen und Betreiberlösungen, was Rheinmetall eine Spitzenposition in einem zunehmend digitalen Schlachtfeld sichert.
Sensoren und Aktuatoren (Sensors and Actuators): Als Herzstück der Mobilitäts- und Industrieanwendungen liefert diese Division hochmoderne Lösungen für das Gas-, Thermo- und Fluidmanagement. Fortschritte in den Bereichen Downsizing, Emissionsreduktion und Leistungssteigerung zeichnen diese Einheit aus, die mit Produkten wie Emissionskontrollsystemen, Pumpentechnologien und Aktuatoren die Effizienz von Fahrzeugen erheblich verbessert.
Materialien und Handel (Materials and Trade): In dieser Division stellt Rheinmetall seine Kompetenz bei der Entwicklung von Motorbasis-Komponenten unter Beweis und erweitert das Serviceangebot mit weltweiten Aftermarket-Aktivitäten. Die Fokussierung auf Branchenherausforderungen wie Gewichtsreduktion und Lebensdauererhöhung, gepaart mit leistungsstarken Produktangeboten, macht sie zu einem starken Partner in der Automobilindustrie und jenseits davon.
Jede dieser Divisionen trägt zur Diversifizierung und Stärkung von Rheinmetalls Portfolio bei, was dem Unternehmen erlaubt, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und Wachstumspotenziale zu nutzen.
Im Finanzbereich zeigt Rheinmetall eine beeindruckende Performance, was sich in der Aktienentwicklung widerspiegelt. Nach einer Kursverdopplung im Jahr 2022 und einem Zuwachs von 54 Prozent im Jahr 2023 bestätigt sich Rheinmetall im Januar 2024 mit einem weiterhin starken Kurszuwachs von 15,8 Prozent als Spitzenreiter im DAX (DE0007030009).
Analysten prognostizieren ein Kursziel der Aktie von bis zu 420 Euro mit Luft nach oben. Das Unternehmen profitiert in seiner starken Martstellung als Rüstungslieferant im erheblichen Maße von der steigenden Nachfrage im Zuge wachsender globaler Sicherheitsbedenken, die zu einer konstanten Aufrüstung vieler Staaten führt.
Aktueller Kurs der Rheinmetall AG Aktie (ISIN: DE0007030009): Börse Frankfurt
UPDATE: RHEINMETALL AG AKTIE
Bereits im Januar standen die Signale für das Unternehmen mit einem Kurs um die 330 Euro sehr positiv und gaben guten Anlass, dass der Kurs weiter auf ein All-Time-High von 370 Euro steigen wird. Dieser Kurs wurde bereits Mitte Februar erreicht. Vor wenigen Tagen am 8. April erreichte die Aktie 560 Euro und pendelte aktuell bei 530 Euro ein.
Die Anfang des Jahres bekanntgegebenen Rekordgewinne in 2023 und bereits bis dahin gefüllten Auftragsbücher waren offensichtlich nur der Anfang.
Aufgrund der geopolitischen Veränderungen steht Verteidigung in Europa wieder ganz oben auf der Prioritätenliste, woran Rheinmetall mit weiteren Millionen- und Milliardenaufträgen aus Deutschland und von europäischen Partnerländern rechnen kann. Aktuell hat Rheinmetall einen weiteren Auftrag von der Bundeswehr über 2,7 Milliarden Euro erhalten.
Aufgrund dieser neuen Dynamik, die Verteidigung aufzurüsten, geben diverse Analysen sogar ein Kurspotenzial von knapp 700 Euro für das laufende Jahr her. Die Black Research Redaktion korrigiert mit der aktuellen Entwicklung das Kursziel für 2024 auf 580 Euro nach oben.
Eine spannende Entwicklung, die wir im Auge behalten.
Deutsche Rüstungsindustrie verbucht in 2023 neuen Exportrekord
Die deutsche Rüstungsplatz hat im Jahr 2023 bemerkenswerte Höhepunkte erreicht. Mit Exportgenehmigungen im Gesamtwert von rund 12,2 Milliarden Euro hat die Bundesregierung einen neuen Spitzenwert festgesetzt. Die Ukraine, mit Genehmigungen von 4,44 Milliarden Euro, hat sich dabei als Hauptempfängerland hervorgehoben.
6,44 Milliarden des Exportvolumens betreffen Kriegswaffen und weitere 5,76 Milliarden Euro sonstige Rüstungsgüter wie gepanzerte Fahrzeuge. Dies spiegelt eine Zunahme von 30 % gegenüber dem Vorjahreshoch von 9,35 Milliarden Euro in 2021 wider.
Staatssekretär Sven Giegold unterstreicht die Bedeutung dieser Unterstützungen für die globale Sicherheit vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Norwegen als zweithöchstes Empfängerland zeigt zudem die Ausrichtung der Bundesregierung, demokratischen und menschenrechtskonformen Partnern zu prioritieren.
Beachtlich sind außerdem die 89 % des Exportvolumens, die an EU, NATO-Staaten und gleichgestellte Länder gehen, darunter auch Demokratien wie Japan und Australien.
Bundeskanzler Olaf Scholz bestätigte die Bedeutung einer leistungsfähigen deutschen Rüstungsindustrie. Vor dem Hintergrund der FCAS-Entwicklung (Future Combat Air System), an dem Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Spanien arbeitet, und der Spannungen, die durch die Bestellung von US-Kampfflugzeugen F-35 ausgelöst wurden, demonstriert Scholz' Erklärung die strategische Ambition Deutschlands, seine nationale Militärtechnologie zu fördern.
Airbus, für den die Entwicklung des Eurofighters und FCAS von zentraler Bedeutung ist, sieht sich einem kritischen Zeitraum gegenüber: Zwischen den letzten Eurofighter-Aufträgen und dem operativen Start des FCAS im Jahr 2040. Das Unternehmen erhofft sich neue Aufträge, um die Arbeitsplätze von etwa 5800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Manching langfristig zu sichern.
Die NATO unterstreicht mit einem umfassenden Investment ihre strategische Position. Rahmenverträge im Wert von cirka 1,1 Milliarden Euro wurden mit Firmen aus Deutschland und Frankreich für die Lieferung von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen unterzeichnet. Diese Geschosse werden voraussichtlich in Waffensystemen wie dem Typ Caesar und der Panzerhaubitze 2000 zum Einsatz kommen – Systeme, die nicht zuletzt auch in der Ukraine Verwendung finden. Die Vereinbarung soll über 220.000 Geschosse garantieren und eine schlüssige Reaktion auf die geforderte Steigerung der Produktionskapazitäten im gesamten NATO-Bündnis darstellen.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bekräftigt die Bedeutung dieser Verträge für die Sicherheit des Bündnisses und die erhöhte Nachfrage nach Munitionsproduktion – vor allem im Angesicht der Ausgaben für die Unterstützung der Ukraine. Die Vertragsabschlüsse der NATO-Beschaffungsagentur NSPA in Höhe von etwa 10 Milliarden US-Dollar verdeutlichen das Bündnis' Bestrebungen, seine Rüstungskapazitäten zu erweitern.
Für Investoren könnten diese Entwicklungen signalisieren, dass Unternehmen, die im Rüstungsbereich aktiv sind, aufgrund internationaler Spannungen und steigender Verteidigungsbudgets auf ein zunehmendes Auftragsvolumen setzen können.
Nicht zu vergessen der politische Wandel in Deutschland und der Wiederaufbau der Bundeswehr ist ebenfalls ein positives Zeichen für die deutsche Rüstungsindustrie, die sich auf weitere neue Aufträge freuen kann.

3-stellige Steigerung der Auftragsnominierungen
Die Zahlen des 4. Quartals und des Jahresergebnisses 2023 liegen noch nicht vor, aber man darf beeindruckende Ergebnisse erwarten. Soweit können wir die Zahlen des 3. Quartals 2023 reflektieren, die auch großartiges Wachstum verdeutlichen.
Der Auftragsbestand wuchs deutlich auf 36,5 Milliarden Euro, ein Anstieg von 42 %.
Der konsolidierte Umsatz stieg um 13 % auf 4,6 Milliarden Euro.
Nominierungen stiegen um ca. 130 %.
Das betriebliche Ergebnis verbesserte sich um 17 % auf 387 Millionen Euro.
Die Betriebsmarge erhöhte sich auf 8,4 %.
Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.
Der Konzern verzeichnete aufgrund der dynamischen Marktsituation und der hohen Nachfrage in militärischen Bereichen ein zweistelliges Umsatzwachstum.
Der beachtliche Anstieg des betrieblichen Ergebnisses im dritten Quartal übertraf deutlich die Markterwartungen, was bereits im Oktober zu einer Ad-hoc-Mitteilung der Gruppe führte. Basierend auf vorläufigen Zahlen prognostizierte Rheinmetall für das dritte Quartal ein betriebliches Ergebnis von 191 Millionen Euro (Q3 2022: 120 Millionen Euro).
Darin enthalten sind bereits Gewinnbeiträge der neuesten Übernahme in Spanien, des Munitionsherstellers Expal. Die konsequente Erweiterung des Geschäftsumfelds mit der Akquisition von Expal Systems trägt bereits Früchte und stärkt die Position von Rheinmetall als weltweiten Munitionsproduzenten.
Angesichts der aktuellen Marktlage und der konstant positiven Auftragssituation bestätigt das Management seine Umsatzwachstums- und Betriebsmargenziele.
CEO Armin Papperger kommentierte: "Wir sind auf gutem Weg, unsere ambitionierten Jahreshardwaren zu erreichen. Vielen Ländern brauchen Rheinmetall, um dem drastisch gestiegenen Bedarf an militärischer Ausrüstung zu begegnen – dies zeigen Rekordzahlen bei Neuaufträgen und Auftragsbeständen.“
Des Weiteren betont Papperger einen erfolgreichen Start in die Integration von Expal Systems und sieht Rheinmetall als einen der weltweit führenden Munitionsproduzenten, der einen erheblichen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und zur Auffüllung der Bestände der NATO-Partner leisten kann.
Die konsolidierten Verkäufe erhöhten sich um 529 Millionen Euro auf 4,618 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (vorheriges Jahr: 4,089 Milliarden Euro). Der Anteil internationaler Verkäufe stieg von ca. 71 % auf 75 %.
Das operative Ergebnis für den Zeitraum bis zum 30. September 2023 beläuft sich folglich auf 387 Millionen Euro – eine Steigerung von 56 Millionen Euro oder 17 % gegenüber dem Vorjahrsergebnis von 331 Millionen Euro.
Rheinmetalls Auftragsbestand verzeichnete ein beachtliches Wachstum von etwa 42 %, von 25,7 Milliarden Euro auf 36,5 Milliarden Euro (Stand 30. September 2023).
Die Nominierungen von Rheinmetall verdoppelten sich mehr als, indem sie im Jahresvergleich um etwa 130 % auf 14,505 Milliarden Euro stiegen (Vorjahr: 6,325 Milliarden Euro).
Für Anleger präsentiert sich Rheinmetall AG als Unternehmen, das sowohl durch seine Marktposition als auch durch seine starken finanziellen Ergebnisse überzeugen kann.
Unser redaktionelles Fazit für die Rheinmetall Aktie
Die sechs Divisionen von Rheinmetall, darunter Fahrzeugsysteme, Waffen und Munition, elektronische Lösungen, Sensoren und Aktuatoren sowie Materialien und Handel, ermöglichen eine breite Streuung des Portfolios.
Weltweite geopolitischen Spannungen und die steigenden Verteidigungsbudgets signalisieren eine erhöhte Nachfrage nach Rüstungsgütern. Rheinmetall, als etablierter Rüstungslieferant, profitiert erheblich von dieser Entwicklung.
Insgesamt verzeichnete die deutsche Rüstungsindustrie einen neuen Exportrekord, wobei Rheinmetall als wichtiger Akteur mit einer robusten Marktposition davon profitiert. Die kürzlich erfolgte Übernahme des Munitionsherstellers Expal stärkt Rheinmetalls Position als weltweiter Munitionsproduzent.
Zusammengefasst: Die steigende Nachfrage im Rüstungssektor und die erfolgreiche Integration von Expal Systems machen das Unternehmen zu einer attraktiven Investitionsoption für Anleger, die von diesem Trend profitieren möchten.
Für Anleger präsentiert sich Rheinmetall als Unternehmen mit solider Marktposition, starken finanziellen Ergebnissen und vielversprechenden Zukunftsaussichten.
Die aktuelle starke Performance der Rheinmetall Aktie (ISIN: DE0007030009)an der Frankfurter Börse spiegelt sich auch in der Aktienentwicklung wider, mit einem Plus von über 50 % in einem Jahr und einem weiteren Kurszuwachs von 15,8 % im Januar 2024.
Unser erstes redaktionelles Kursziel bei Black Research für 2024: 370 EUR.
| Publiziert am | 23.01.2024, 16:32 Uhr |
| Aktualisiert am | 13.04.2024, 20:50 Uhr |
Aktuelle News zu Rheinmetall AG
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