ie Puma SE aus Herzogenaurach, nach Nike, Adidas und der VF Corporation der weltweit viertgrößte Produzent von Sportartikeln, hat für das zweite Quartal 2022 gute Zahlen vorgelegt – die Aktie jedoch geht den positiven Trend bis jetzt noch nicht mit. Für einen Einstig könnte jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sein, denn die Aussichten sind nicht schlecht. Zudem befasst sich das Unternehmen auch mit dem Thema Nachhaltigkeit.
Und zwar beruft Puma in London eine „Conference of the People” ein, bei der es unter anderem darum gehen wird, wie die Branche nachhaltiger werden und eine verbesserte Kreislaufwirtschaft etablieren kann. Puma selbst wird dabei ein Update seines Programms RE:SUEDE vorstellen, bei dem eine biologisch vollständig abbaubare Variante des legendären Turnschuhs „Suede“ getestet werden soll.
Ein vom früheren Weltklassesprinter Usain Bolt unterschriebenes Puma-Modell. Bild: Wikipedia
Was können große Marken unternehmen, um negative Folgen für die Umwelt zu reduzieren und nachhaltiger zu werden? Damit richtet sich Puma direkt an jüngere Generationen, denen dieses Thema ein Anliegen ist (was es im Grunde genommen uns allen sein sollte). Konkret soll es zum Beispiel darum gehen, welche neuen und innovativen Materialien bei der Produktion zum Einsatz kommen könnten.
Die Ergebnisse stimmen
An der Börse scheint Puma die Talsohle hinter sich gelassen zu haben. Zwar springt die Aktie noch nicht so richtig an, doch unter den Wert von 65 Euro ist sie seit Ende Juni auch nicht mehr gefallen. Zuletzt haben gute Unternehmenszahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahrs den Kurs der Puma-Aktie jedoch zumindest leicht angeschoben.
Puma ist nicht nur ein Sportschuh, sondern ein Sneaker für jeden Tag. Bild: Pixabay
Die vorgestellten Zahlen für Q2 lagen jedenfalls über den Erwartungen. So gab das Unternehmen an, nach knapp 1,6 Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal in Q2 nun 2,0 Milliarden Euro umgesetzt zu haben. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezifferte der Konzern für das zweite Quartal auf 146,3 Millionen Euro (im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 108,9 Millionen), während sich der Gewinn im Vergleich zu Q2 2021 nahezu verdoppelt hat – von 48,7 Millionen auf aktuell 84,3 Millionen Euro. Puma zeigte sich außerdem zuversichtlich, was die beiden verbleibenden Quartale 2022 angeht.
Konkurrenz, die das Geschäft belebt
Wer hierzulande über Puma spricht, denkt immer auch Adidas mit – und andersherum. Die beiden Traditionsfirmen mit Sitz in Herzogenaurach profitieren seit Jahrzehnten von der Konkurrenz des jeweils anderen, sie belegen unter den weltweit agierenden Sportartikelherstellern die Plätze zwei (Adidas) und vier. Adidas hat immer schon die Nase vorn, dem Börsenwert von knapp 33 Milliarden Euro stehen die nur 10,3 von Puma gegenüber. Und während Puma 2021 sieben Milliarden umsetzte, waren es bei Adidas 21 Milliarden Euro. Doch in Stein gemeißelt ist diese Reihenfolge nicht mehr.
Denn Puma holt auf und legte mit dem jüngsten Umsatzwachstum von 18 Prozent nahezu sensationelle Zahlen auf, während Adidas nur mit einem einstelligen Zuwachs rechnet. Puma-Kleidung und –Sneaker sind in Europa, aber auch in den USA derzeit angesagter als die Produkte mit den drei Streifen. Dazu kommt, dass Adidas wegen der Geschäfte in China in der Kritik steht, für den Konzern ist das Reich der Mitte ein enorm wichtiger Absatzmarkt. Puma hingegen ist von China nur sehr begrenzt abhängig.
Das Unternehmenslogo von Puma. Bild: Wikipedia
Alles in allem scheinen die Signale, die aus der Branche und von Puma selbst kommen, zurzeit positiv. Wenn sich die Puma-Anteile auf einem Niveau von 70 bis 72 Euro halten, dürfte das Analysten zufolge ein Kaufsignal auslösen. Das bedeutet, dass aktuell ein günstiger Zeitpunkt für einen Einstieg vorliegen könnte.
Unsere Redaktion geht von einem positiven Kursverlauf aus bei regelmäßiger Berichtserstattung durch das Unternehmen. Wir empfehlen versierten Small-Cap-Investoren, einige Aktien von Puma (WKN: 696960) auf dem aktuellen Kursniveau ins Depot zu nehmen. Die Papiere können spesengünstig direkt an deutschen Börsen gekauft werden.
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