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n der Börse ist dann von einem Bärenmarkt die Rede, wenn das Marktumfeld schwierig ist. Das gilt derzeit in weiten Teilen für das Biopharma-Segment. Als einer der Weltmarktführer in dieser Branche trotzt Bristol-Myers Squibb diesem Trend, was zu einem beträchtlichen Teil daran liegt, dass das Unternehmen Arzneimittel produziert, die ganz einfach immer gebraucht werden. Bristol-Myers Squibb entwickelt, fertigt und vertreibt eine Vielzahl an rezeptfreien und verschreibungspflichtigen Medikamenten, auf die die Menschheit schlicht nicht verzichten kann.

Bristol gehört zu den weltweit führenden Firmen im Biopharma-Segment. Die Reihe Bereiche, in denen das Unternehmen Medikamente entwickelt hat liest sich imposant. Rheuma, HIV und Stoffwechsel gehören ebenso dazu wie Krebs, Hepatitis, Nervensystem und Herz/Kreislauf. In einer an der Börse eher unruhigen Zeit sind Aktien wie jene von Bristol-Myers Squibb verlässliche Anker – was in erster Linie daran liegt, dass Arzneimittel ganz einfach immer benötigt werden, auch in Zeiten der Krise.

Bristol ist nicht vom Erfolg eines bestimmten Medikaments abhängig

An der Börse ist Bristol im Sommer 2022 etwa 165 Milliarden Dollar wert. Das wohl bekannteste Medikament, das Bristol herstellt, heißt Revlimid; es handelt sich dabei um ein Mittel, das bei bestimmten Krebsarten Verwendung findet und bei schwereren Erkrankungen des Knochenmarks und der Blutzellen zum Einsatz kommt. Im Jahr 2021 erzielte Bristol mit Revlimid einen Umsatz von 12,8 Milliarden Dollar, was etwa 28 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens entsprach.

14 BMS.jpgUnter anderem für das Herz-Kreislauf-System entwickelt Bristol Arzneimittel. Bild: Pixabay

Doch mit dem Absatz von Revlimid gibt es Probleme. Im ersten Quartal 2022 brach der mit diesem Medikament erzielte Umsatz stärker ein als erwartet, Analysten gehen sogar davon aus, dass das Geschäft mit Revlimid bis 2027 auf ein paar hundert Millionen Dollar pro Jahr schrumpfen wird. Eigentlich sind solche Nachrichten ein alarmierendes Signal für den Aktienkurs, für Bristol-Mysers Squibb jedoch gilt das nicht. Denn andere Medikamente, die entweder bereits auf dem Markt sind, kurz vor der Zulassung stehen oder derzeit noch erprobt werden, füllen das von Revlimid gerissene Umsatzloch locker wieder aus.

Warum Bristol-Myers Squibb weiterhin erfolgreich sein wird

Hierzu ein kleiner Überblick mit Zahlen. Erst kürzlich das die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das zur Behandlung metastatischer Melanome entwickelte Medikament Opdualag zugelassen. Der derzeit damit erzielte Umsatz von sechs Mio. Dollar im letzten Quartal dürfte Experten zufolge im Jahr 2030 bei 1,1 Milliarden liegen.

15 BMS.jpgDie Zusammenarbeit mit der deutschen Evotec wird fortgeführt und intensiviert. Bild: Wikipedia

Zudem hat die FDA auch für Mavacantem die Zulassung erteilt, das bei der sogenannten hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie zum Einsatz kommt, einem bestimmten Herzleiden. Der aktuelle Umsatz von 18 Mio. Dollar dürfte sich 2030 auf dann 3,6 Milliarden steigern. Weitere Medikamente sind derzeit in der Testphase.

Bristol-Myers Squibb testet mehr als 50 Arzneimittel

Wie das Management von Bristol jüngst mitteilte, sind es mehr als 50 Medikamente, die sich aktuell in der – teils noch frühen – Testphase befinden. Allein zwölf davon sind den Angaben zufolge im Bereich der Onkologie eingesetzt werden können. Sicher, nicht alle werden zugelassen werden und erfolgreich sein. Doch diejenigen, die es schaffen, werden dafür sorgen, dass der Umsatz von Bristol weiter steigt und sich auch der Aktienkurs immer weiter nach oben orientiert.

16 Logo BMS.jpgDas Unternehmenslogo von Bristol-Myers Squibb. Bild: Wikipedia

Die derzeit kursierenden Umsatzprognosen für Bristol sind selbst im konservativsten Szenario positiv. Im Jahr 2027 dürften allein die neuen Medikamente 19 Milliarden Dollar des Gesamtumsatzes ausmachen, das wären 39 Prozent. Bis 2025 sollen es bereits 25 Milliarden Dollar sein. Sollten sich die neuen Arzneimittel bewähren, dürften die Umsätze noch einmal deutlich darüber liegen. Das wiederum dürfte bedeuten, dass die Gewinnspanne im Jahr 2027 auf 46 Prozent ansteigen würde.

Milliardenschwere Kooperation mit Evotec

Die seit 2018 bestehende Zusammenarbeit von Bristol mit der Hamburger Evotec wird vertieft und um acht Jahre verlängert – mit dem Ziel, „eine Pipeline mit ‚Molecular Glue Degraders‘, kleinen, wirkstoffähnlichen Verbindungen” zu entwickeln, wie Evotec jüngst meldete. Beide Unternehmen erwarten Vorteile durch diese Kooperation.


Unsere Redaktion geht von einem positiven Kursverlauf aus bei regelmäßiger Berichtserstattung durch das Unternehmen. Wir empfehlen versierten Small-Cap-Investoren, einige Aktien von Bristol-Myers Squibb (WKN: 850501) auf dem aktuellen Kursniveau ins Depot zu nehmen. Die Papiere können spesengünstig direkt an deutschen Börsen gekauft werden.

Publiziert am 13.06.2022, 18:49 Uhr

Aktuelle News zu Bristol-Myers Squibb Co

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