Darum gehts

  • 1&1 nutzt modernste OpenRAN Technoligie und Kooperationen um direkt bei Start gute Flächendeckung zu gewährleisten.
  • Das Unternehmen wird das eigene Mobilnetzwerk bis 2025 komplett ausgebaut haben, mit dem Ziel das modernste Mobilfunknetzwerk Europas zu werden. Gepaart mit innovativen Service- und Tarif Konzepten die den Markt neu mischen.
  • Auch der Q3 Report zeigt den soliden, konstanten Erfolg des Unternehmens im Jahr 2023.

In einem strategischen Schachzug vor dem heiß erwarteten Start des vierten deutschen Handynetzes die 1&1 AG (WKN: 554550), einen wegweisenden Deal mit dem Wettbewerber Telefonica Deutschland (O2) abgeschlossen.

Die Tochtergesellschaft der United Internet AG (WKN: 508903) sieht sich durch die Erweiterung des bestehenden nationalen Roaming-Vertrags um den 5G-Standard in einer verbesserten Marktposition.

1&1 gab bekannt, dass der Schalter für das "voll funktionsfähige" Netz am 8. Dezember umgelegt wird. Deutschland wird somit bald über ein weiteres Handynetz verfügen, wodurch der Wettbewerb in der Branche weiter angeheizt wird.

Dort, wo 1&1 noch keine eigenen Antennen besitzt, werden Kunden nahtlos ins O2-Netz integriert und so eine noch leistungsstärkere Konnektivität geniessen. Die Karten im Wettbewerb um Kundengunst scheinen sich für 1&1 damit deutlich zu verbessern.

Die Kooperation ermöglicht 1&1 nicht nur einen frühen Zugriff auf 5G-Roaming, sondern sichert auch eine solide Ausgangsposition in der Startphase seines eigenen Handynetzes. Der kommende Roaming-Vertrag mit Vodafone im Sommer oder Herbst 2024 wird die Position von 1&1 nochmals stärken.

Auf- und Ausbau des eigenen 1&1-Netzes bis 2025

Bisher als virtueller Netzbetreiber tätig, der die Netze der Konkurrenz nutzt, betritt nun 1&1 mit dem eigenen Mobilfunknetz ein neues Geschäftsgebiet, das anfänglich ziemlich kostenintensiv ist: Bei der Frequenzauktion 2019 erwarb die United-Internet-Tochter Frequenz-Nutzungsrechte für rund 1,1 Milliarden Euro, und die Ausbaukosten belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.

Bis Ende 2025 sollen alle Bestandskunden auf das eigene 1&1-Mobilfunknetzes übertragen werden. Die Freischaltung mobiler Dienste am 8. Dezember markiert einen Meilenstein, den Neukunden mit Spannung erwarten können. 1&1 positioniert sich damit als ernstzunehmender Akteur im deutschen Telekommunikationsmarkt, und der Wettbewerb kann sich auf innovative Weise intensivieren.

1&1 setzt auf grünen Strom und modernste Energie-Managementsysteme

(Bildquelle: 1&1 AG)

Q3 Bericht zeigt eine konstant positive Geschäfts-Entwicklung für 2023

In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 setzte 1&1 seinen erfolgreichen Wachstumskurs fort, mit Steigerungen des Kundenbestands, des Serviceumsatzes. Das EBITDA im operativen Segment Access verzeichnete ebenfalls eine positive Entwicklung. 

Zahlreiche Auszeichnungen in den ersten neun Monaten 2023 belegen den anhaltenden Erfolg von 1&1 im deutschen Telekommunikationsmarkt.

Die Anzahl der Kundenverträge stieg um 330.000 auf 16,11 Millionen, basierend auf einem Zuwachs von 420.000 neuen Mobile Internet-Verträgen. Die Breitbandanschlüsse nahmen erwartungsgemäß um 90.000 auf 4,01 Millionen ab.

Der Service-Umsatz wuchs um 1,3 % auf 2,419 Milliarden Euro, und der Gesamtumsatz erhöhte sich um 2,8 % auf 3,032 Milliarden Euro. Die sonstigen Umsatzerlöse, hauptsächlich aus der vorgezogenen Realisierung von Hardware-Umsätzen, stiegen um 8,7 % auf 612,9 Millionen Euro.

Das konzernweite EBITDA ging um 6,9 % auf 511,1 Millionen Euro zurück, beeinflusst durch das EBITDA des Segments 1&1 Mobilfunknetz, da die geplanten höheren Kosten für den Netzaufbau -73,8 Millionen Euro betrugen. Hingegen das EBITDA im operativen Segment Access stieg um 1,6 % auf 584,9 Millionen Euro.

Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,44 Euro bzw. 1,60 Euro ohne die Auswirkungen aus PPA-Abschreibungen. Der Free-Cashflow betrug 79,2 Millionen Euro, einschließlich Investitionen von 123,3 Millionen Euro, hauptsächlich für den Mobilfunknetzaufbau.

Für das Gesamtjahr 2023 bestätigt 1&1 seine Prognose mit einem erwarteten Anstieg der Kundenverträge um ca. 500.000, einem Service-Umsatzwachstum von ca. 2 % auf ca. 3,23 Milliarden Euro und einem prognostizierten EBITDA von ca. 655 Millionen Euro.

Strategische Kooperationen lassen den Start als Mobilfunkanbieter auf soliden Füßen stehen

Ein zentraler Fokus lag in diesem Zeitraum auf dem Ausbau des 1&1-Mobilfunknetzes sowie einen Start mit guter Flächendeckung zu gewährleisten. Ab Dezember 2023 startet das Unternehmen mit innovativen Smartphone-Tarifen auf Basis des OpenRAN (Open Radio Access Network), wodurch das Netz bereits beim Start voll funktionsfähig ist, während das eigene 1&1-Mobilfunknetzes bis 2025 komplett ausgebaut sein wird.

OpenRAN erlaubt Service Providern, verschiedene Teile ihrer Netzwerke von unterschiedlichen Anbietern zu nutzen, anstatt an eine einzige Marke gebunden zu sein.

In den letzten Monaten wurden entscheidende Weichen für diesen Meilenstein gestellt. Das Netz wurde erfolgreich mit nationalen und internationalen Netzen verbunden, und die Funktionalität der mobilen Dienste wurde mit externen Kundengruppen getestet.

Um auch während der Bauphase des eigenen 1&1-Mobilfunknetzes flächendeckend 5G anzubieten, hat 1&1 neben dem aktuellen O2 Deal im August eine weitreichende Roaming-Partnerschaft auch mit Vodafone vereinbart. Die technische Entwicklung des 5G-National-Roamings im Vodafone-Netz soll bis Sommer 2024 abgeschlossen sein.

Zum Ende des dritten Quartals waren bereits 503 Antennenstandorte aktiv, und das Ziel ist es, bis Ende des Jahres etwa 1.000 Standorte zu erreichen.

1&1 strebt an, durch den Einsatz der OpenRAN-Technologie das modernste Mobilfunknetz Europas zu entwickeln.

Die herausragende Flexibilität und Sicherheit dieses Netzes im Vergleich zu traditionellen Netzarchitekturen, die oft nur von einem einzigen Anbieter stammen, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dies ermöglicht 1&1 die Zusammenarbeit mit den besten Anbietern im Markt. Insgesamt sind etwa 100 Unternehmen am Aufbau des 1&1-Mobilfunknetzes beteiligt, indem sie Hardware, Software und Dienstleistungen bereitstellen.

So entsteht bei 1&1 ein digitales Ökosystem und Netzbetrieb ohne dominierende Ausrüster wie Huawei, der zur Zeit ohnehin nicht nur in Deutschland in der Kritik steht. Diese Entwicklung unterstreicht die zuverlässige Zukunft der OpenRAN-Technologie. Andere etablierte Mobilfunknetzbetreiber zeigen ebenfalls Interesse daran, ihre Netze zumindest teilweise auf diese neue Technologie umzurüsten.

1&1 blickt optimistisch in die Zukunft und freut sich darauf, das vierte Mobilfunknetz erfolgreich an den Start zu bringen, während das Unternehmen weiterhin den Wettbewerb mit innovativen Angeboten und einem starken Fokus auf Qualität und Service prägen wird.

FAZIT

Die 1&1 AG Aktie (WKN: 554550) befindet sich aktuell aufgrund der positiven Entwicklung in einem Aufwind und steht mit rund 16 Euro auf dem höchsten Kurs in diesem Jahr. Gestartet im Jahr 2023 mit rund 11,70 und einem ganz kurzen Tief im Juli von 9,60 ging es seitdem nur noch Berg auf.

Der Mobilfunkmarkt ist aus gutem Grunde umkämpft, denn er birgt enormes Potenzial im Rahmen steigender Digitalisierung und Mobilität. Wer hier mit neuen innovativen Konzepten und Tarifen auftritt, wird viele Nutzer auf seine Seite ziehen und somit den Markt neu mischen können.

Auch die Nachhaltigkeitskonzepte und der Einsatz von erneuerbaren Energien gehen zusammen, mit dem, was ein zukunftsorientiertes, zeitgemäßes Unternehmen heutzutage repräsentieren sollte.

Hinzukommt, dass nach dem rechtskräftigen Urteil vom Oberlandesgericht Koblenz im Juli dieses Jahres den 1&1 Mobilfunkplänen auch auf rechtlicher Ebene nichts mehr im Wege stehen dürfte. Mit diesem Urteil war die Telekom endgültig gescheitert, die von 1&1 im Dezember 2022 gestartete Vermarktung des ersten Produkts "5G zu Hause", im Eilrechtsverfahren verbieten zu lassen.

1&1 ist kein Nobody und hat bereits seit rund 30 Jahren in anderen Bereichen die Tarifwelt neu gestaltet. Mit dem Ziel von 1&1 das modernste Mobilfunknetz Europas zu bauen, wird zukünftig noch viel Spannendes zu erwarten sein.

Zusammengefasst: Ein aktueller Kauf der Aktie kann durchaus interessant sein, denn eine erfolgreiche Markteinführung als Mobilfunknetzbetreiber gibt der Aktie das Potenzial, weiter zu alten Höhen von über 30 Euro zu kommen.
Publiziert am   24.11.2023, 19:07 Uhr
Aktualisiert am   16.12.2023, 18:39 Uhr

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