Darum gehts

  • Eli Lilly investiert 2,3 Milliarden Euro in den Standardort Deutschland für den Bau eines Hightech Werkes und verzichtet dabei auf staatliche Subventionen.
  • Ein strategischer Schritt, von dem nicht nur Eli Lilly stark profitieren wird, sondern auch Deutschland mit seinen Plänen Pharmaproduktionen wieder ins eigene Land zu holen.
  • Die Berichte des 3. Quartals weisen ein Umsatzwachstum von 37 %. Gesamtgesehen hat die Aktie in 3 Jahren (Dez. 2020 bis Dez. 2023) von 130 Euro auf aktuell 546 Euro stetig zugelegt. Ein weiterer deutlicher Anstieg ist von Analysten unter aktuellen Konditionen erwartet.

Eli Lilly setzt auf Deutschland: Milliardeninvestition in hochmodernes Hightech-Werk bei Mainz

Eli Lilly (WKN: 858560) entwickelt seit rund 150 Jahren zukunftsweisende Pharmazeutika. Vor Kurzem kündigte das US-amerikanische Unternehmen seine Expansion an, in Deutschland ein hochmodernes Hightech-Werk für injizierbare Medikamente zu bauen. Die Investition beläuft sich auf beeindruckende 2,3 Milliarden Euro und unterstreicht die strategischen Pläne des Unternehmens.

Das zukünftige Werk in Alzey bei Mainz wird nicht nur ein bedeutender Produktionsstandort für Eli Lilly in Europa sein, sondern auch die Herstellung des vielversprechenden Medikaments Mounjaro umfassen. Mounjaro spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Diabetes sowie starkem Übergewicht (Adipositas) und gilt als Schlüsselprodukt des Unternehmens.

Arbeitsplätze und der Verzicht auf staatliche Subventionen

Edgardo Hernandez, Produktionsvorstand von Eli Lilly, betonte die Größe des geplanten Produktionsstandorts in Alzey, der zu einem der größten in Europa werden soll. Die Expansion wird voraussichtlich bis zu 1000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und während der Bauphase bis zu 1900 zusätzliche Arbeitsplätze bieten. Bemerkenswert ist, dass Eli Lilly auf staatliche Subventionen verzichtet, was eine beeindruckende unternehmerische Verpflichtung für die Realisierung dieses Projekts zeigt.

Die Investitionen des Unternehmens, über die bereits im Vorfeld von verschiedenen Medien, darunter das Handelsblatt, berichtet wurden, nehmen nun konkrete Formen an. Dies hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die pharmazeutische Branche, sondern auch auf die Wirtschaftslandschaft in Deutschland.

Der geplante Baubeginn ist für 2024 vorgesehen, mit dem Ziel, das Werk 2027 in Betrieb zu nehmen. Eli Lilly wird in Alzey nicht nur seine Produktionskapazitäten für injizierbare Medikamente erweitern, sondern auch sein Portfolio an Medikamenten gegen Adipositas ausbauen. Die Produktion ist dabei nicht nur für den europäischen Markt, sondern auch für den globalen Absatz bestimmt.

Eine Investition mit großer Bedeutung auch für die Politik

Die Entscheidung von Eli Lilly, in Deutschland zu investieren, wurde von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck als "großes Ausrufezeichen" gelobt. Die Investition ohne staatliche Unterstützung stärkt die medizinische Souveränität in Deutschland und Europa. Habeck und Gesundheitsminister Karl Lauterbach betonen die Bedeutung der Investition für die Forschungs- und Entwicklungslandschaft, die durch die hochinnovative pharmazeutische Infrastruktur Deutschlands unterstützt wird.

Die Expansion von Eli Lilly in Rheinland-Pfalz setzt ein positives Zeichen für den Pharmastandort Deutschland. Die Investition in Alzey unterstreicht nicht nur die Innovationskraft des Landes, sondern zeigt auch das Vertrauen des Unternehmens in die deutsche pharmazeutische Expertise.

Die geplante Investition spiegelt auch den aktuellen Hype um Abnehmspritzen wider, in dem Eli Lilly ebenso aktiv ist. Der Markt für diese Produkte erlebt derzeit einen regelrechten Goldrausch in der Pharmabranche, was die Bedeutung von Innovationen und neuen Therapieoptionen unterstreicht.

Darüber hinaus ist Eli Lillys Engagement, in Start-ups und Inkubatoren der Life-Science- und Biotech-Branche in Deutschland zu investieren, sehr positiv für die Förderung von Innovationen und die Unterstützung aufstrebender Unternehmen in der Branche.

Die Inbetriebnahme des neuen Produktionsstandorts in Rheinland-Pfalz im Jahr 2027 wird nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch einen weiteren Meilenstein für die deutsche Pharmaindustrie markieren.

Eli Lilly verzeichnet im 3. Quartal 37 % Umsatzwachstum mit vielversprechenden Entwicklungen

Im Bericht des 3. Quartals 2023 verzeichnete Eli Lilly einen Umsatzanstieg von 37%, angetrieben durch das Wachstum von Mounjaro, Verzenio und Jardiance, sowie durch den Verkauf von Rechten am Olanzapin-Portfolio (Zyprexa) in Höhe von 1,42 Milliarden US-Dollar. Ohne die Einnahmen aus dem Olanzapin-Portfolio und COVID-19-Antikörpern stieg der Umsatz um 24%.

Der Vorsitzende und CEO von Eli Lilly, David A. Ricks, verkündete ein weiteres beeindruckendes Quartal: "Lilly hat im dritten Quartal die Geschäftsprioritäten erfolgreich umgesetzt, darunter mehrere Akquisitionen, die unser ohnehin schon robustes Portfolio erweitern. Unser Fokus liegt weiterhin auf Wachstum und der Entwicklung neuer, innovativer Medikamente, die das Leben von Millionen von Patienten weltweit verbessern", sagte Ricks.

Eli Lilly informierte kürzlich über mehrere wichtige regulatorische, klinische und geschäftliche Entwicklungen, darunter:

  • Die Zulassung von OmvohTM (Mirikizumab) durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) zur Behandlung von Erwachsenen mit mäßig bis schwer aktivem Colitis ulcerosa.
  • Die FDA-Zulassung von Jardiance zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung.
  • Positive Ergebnisse der Phase-3-Studie VIVID-1, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Mirikizumab bei der Behandlung von Erwachsenen mit mäßig bis schwer aktivem Morbus Crohn untersuchte.
  • Positive Ergebnisse der Phase-3-Studie LIBRETTO-531, die zeigten, dass Retevmo im Vergleich zu zugelassenen Multikinase-Inhibitoren bei RET-mutiertem medullärem Schilddrüsenkrebs eine überlegene progressionsfreie Überlebensrate aufwies.
  • Eine Aktualisierung des erwarteten FDA-Entscheids zu Donanemab zur Behandlung frühzeitig symptomatischer Alzheimer-Erkrankungen auf das erste Quartal 2024.
  • Der Erhalt eines "complete response letter" der FDA für Lebrikizumab zur Behandlung von mäßig bis schwerem atopischem Ekzem basierend auf Inspektionsbefunden bei einem Dritthersteller, ohne Bedenken hinsichtlich des klinischen Datensatzes, der Sicherheit oder des Etiketts.
  • Die erfolgreiche Durchführung der Akquisitionen von DICE Therapeutics, Inc., Versanis Bio, Inc., Emergence Therapeutics AG und Sigilon Therapeutics, Inc.
  • Die Ankündigung einer Vereinbarung zur Übernahme von POINT Biopharma Global Inc. zur Erweiterung der onkologischen Fähigkeiten im Bereich der Radioliganden-Therapien.
  • Die Ankündigung von Veränderungen im Führungsteam des Unternehmens.

Diese Entwicklungen unterstreichen nicht nur das anhaltende Wachstum und die Innovationskraft von Eli Lilly, sondern auch das Engagement des Unternehmens, bahnbrechende Medikamente zu entwickeln und das Leben von Patienten weltweit zu verbessern.

Der Pharmakonzern setzt weiterhin auf Expansion und verstärkt sein Portfolio durch strategische Akquisitionen.

Im Bereich Geschäftsentwicklung wurden erfolgreich die Übernahmen von DICE Therapeutics, Inc., Versanis Bio, Inc., Emergence Therapeutics AG und Sigilon Therapeutics, Inc. abgeschlossen, sowie die Ankündigung der Vereinbarung zur Übernahme von POINT Biopharma Global Inc.

Neue Produkte trugen im dritten Quartal 2023 mit 1,44 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei, angeführt von Mounjaro. Der Umsatz mit Wachstumsprodukten stieg im dritten Quartal 2023 um 12% auf 4,96 Milliarden US-Dollar, angeführt von Verzenio und Jardiance.

FAZIT

Eli Lilly (WKN: 858560) hat nach 150-jähriger Unternehmens-Geschichte einen Marktwert von rund 560 Milliarden Dollar und ist somit führend in der Branche.

Die Investition von 2,3 Milliarden Euro für den Bau des Hightech-Werkes und die Produktion von Mounjaro in Deutschland wird eine wichtige Rolle dabei spielen, das wertvollste börsennotierte Gesundheitsunternehmen der Welt noch weiter zu stärken. Besonders beeindruckend ist tatsächlich, dass Eli Lilly auf staatliche Subventionen verzichtet.

Das Hightech Werk schafft nicht nur Arbeitsplätze in Deutschland, sondern ist ein erster Comeback-Erfolg für den Standard Deutschland im Bereich Pharmaproduktionen. 

Dieser Schritt von Eli Lilly bekräftigt auch die Absichten der Bundesregierung, verstärkt die Pharmaproduktionen wieder nach Deutschland zu holen, mit der Fokussierung auf verbesserte Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion.

Der Aktienkurs stieg von 346 Euro im Dezember 2022 auf aktuell 542 Euro im Dezember 2023. Gesamt gesehen hat das Unternehmen in den letzten 3 Jahren von 130 Euro im Dezember 2020 einen soliden Aufwärtstrend hingelegt. Bestehende Anleger Eli Lilly haben seitdem bereits gutes Geld verdient. Trend-Analysten von Investing-Scope erwarten, dass die Aktie unter aktuellen Konditionen weiter auf über 700 steigen wird.

Das Unternehmen wird auch weiterhin mit seinen strategischen Entwicklungen und Akquisitionen wachsen und eine interessante, langfristige Anlage sein: BUY.

Wenn sie mehr über interessante Unternehmen erfahren wollen, dann bleiben sie dran.
Publiziert am   04.12.2023, 19:50 Uhr
Aktualisiert am   15.12.2023, 17:00 Uhr

Aktuelle News zu Eli Lilly & Co

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